Hier für unsere Heimat – Wir für unseren Landkreis Ansbach
Verantwortung übernehmen | Zukunft gestalten | Heimat stärken
Wahlprogramm 2026 für den Landkreis Ansbach
Ihr steht im Mittelpunkt unserer Arbeit
Familien, die ein gutes Umfeld für ihre Kinder suchen. Menschen, die in Krankheit oder Pflege auf Unterstützung angewiesen sind. Bürgerinnen und Bürger, die sich das Leben nicht mehr ohne Weiteres leisten können. Und auch die Unternehmerinnen und Unternehmer, die mit ihrer Arbeit vor Ort unsere regionale Wirtschaft und unseren Wohlstand sichern.
Für euch machen wir Politik – sozial, ökologisch und verantwortungsbewusst. Und für die Umwelt, die uns alle trägt – heute und in Zukunft.
Mit Zuversicht, Klarheit und Tatkraft treten wir GRÜNE im Landkreis Ansbach zur Kommunalwahl 2026 an.
Die vergangenen Jahre haben gezeigt: Grüne Politik wirkt – selbst unter schwierigen Bedingungen. Mit unseren elf Sitzen im Kreistag konnten wir entscheidende Impulse setzen – für echten Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit, zukunftsfähige Mobilität und eine nachhaltige Regionalentwicklung.
Auch wenn viele unserer Initiativen an eingefahrenen politischen Mehrheiten im Kreistag gescheitert sind, lassen wir uns davon nicht entmutigen. Im Gegenteil: Diese Erfahrungen schärfen unseren Blick und stärken unseren Willen, weiterzumachen – für eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen im Landkreis Ansbach.
Wir wollen unsere Arbeit nicht nur fortsetzen, sondern mit einem stärkeren Mandat ausbauen. Denn gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit braucht es Orientierung, Verlässlichkeit – und den Mut, Verantwortung zu übernehmen.
Wir stehen für eine Politik, die auf Beteiligung, Zusammenhalt und Respekt basiert. Herausforderungen wie der Klimawandel, die Entwicklung der Demographie, wachsende soziale Ungleichheit sowie knappe kommunale Kassen dürfen nicht verdrängt, sondern müssen mutig angepackt werden.
Unser ländlich geprägter Landkreis steht vor wichtigen Entscheidungen: Der Erhalt einer umfassenden und lebensrettenden Notfall- und Krankenhausversorgung, faire Bildungschancen für alle Kinder, eine solidarische Pflege kranker und älterer Menschen sowie der Erhalt unserer Umwelt, einhergehend mit der Begrenzung des Flächenverbrauchs, gleichzeitig die Verteidigung unserer Demokratie gegen populistische Vereinfacher und rechte Hetze.
Auch in unserer Region gibt es Stimmen, die die freiheitlich-demokratische Grundordnung infrage stellen. Dem stellen wir uns entschieden entgegen: Demokratie lebt vom Mitmachen, vom Zuhören und vom gemeinsamen Gestalten.
Unser Wahlprogramm für die Kreistagswahl 2026 zeigt, wie wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern eine ökologische, soziale und demokratische Zukunft im Landkreis Ansbach gestalten wollen.
Wir laden alle ein, diesen Weg mit uns zu gehen: gerecht, solidarisch und im Einklang mit Menschen, Natur und Klima!
Mitmach-Demokratie
Demokratie lebt vom Mitgestalten – dafür braucht es Transparenz, offene Entscheidungsprozesse und Räume für echte Mitbestimmung. Wir möchten, dass alle Menschen im Landkreis Ansbach nicht nur informiert, sondern auch aktiv einbezogen werden – ob in der Gesundheitspolitik, beim Schulneubau, der Verkehrsplanung oder der Energieversorgung.
Dafür fördern wir Formate, die Austausch auf Augenhöhe ermöglichen: analog wie digital, generationsübergreifend und inklusiv.
In einer Zeit, in der demokratische Werte vielerorts angezweifelt werden, ist es wichtiger denn je, Haltung zu zeigen und unsere freiheitliche Gesellschaft aktiv zu schützen. Deshalb kämpfen wir auch zukünftig für eine lebendige, offene und widerstandsfähige Demokratie – im Dialog mit den Menschen, nicht über ihre Köpfe hinweg:
- Transparenz und Teilhabe: Wir fordern frühzeitige Information und echte Mitbestimmung bei allen relevanten kommunalen Entscheidungen. Bürgerbeteiligung heißt für uns, Entscheidungen im Dialog und nicht über Köpfe hinweg zu treffen.
- Dialog auf Augenhöhe: Zukunftswerkstätten, Bürgerhaushalte, Foren und digitale Beteiligungsplattformen müssen ausgebaut werden – auch Kinder und Jugendliche sollen systematisch eingebunden werden (z. B. über Jugendforen, Schülerparlamente, Jugendbudgets oder Beteiligung an kommunalen Planungsprozessen).
- Demokratie verteidigen: Unser Landkreis steht für Offenheit, Vielfalt und Solidarität. Wir GRÜNE stellen uns entschieden gegen jegliche Art von Extremismus, insbesondere gegen Rassismus, Antisemitismus und rechtsextreme Tendenzen. Wir schützen demokratische Strukturen und fördern zivilgesellschaftliches Engagement – besonders in der politischen Bildung.
- Gleichberechtigung fördern: Wir setzen uns für die Schaffung familienfreundlicher Strukturen in der Kreispolitik ein, um die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und kommunalpolitischem Ehrenamt zu verbessern. Wir wollen Frauen im Landkreis sichtbar machen, indem wir Vernetzung fördern und neue Beteiligungsformen ins Leben rufen.
Transparenz, Gleichberechtigung, echte Bürgerbeteiligung und Dialog auf Augenhöhe, um Demokratie lebendig zu halten, sind für uns GRÜNE selbstverständlich. Zudem geht es um klare Haltung gegen Rechtsextremismus und den Schutz einer offenen, solidarischen Gesellschaft.
Umwelt- und Klimaschutz: Nachhaltige Maßnahmen und Förderung erneuerbarer Energien
Der Klimawandel ist längst auch in unserer Region spürbar – wir erinnern uns an umgekippte Badeweiher im Sommer und den Waller-Biss wegen zu niedriger Pegelstände am Brombachsee. Hitzewellen, Überschwemmungen, Dürreperioden und Biodiversitätsverlust nehmen zu.
Deshalb braucht der Landkreis Ansbach eine Politik, die konsequent auf Klimaschutz, Flächensparen und naturnahe Entwicklung setzt. Jede Entscheidung – ob im Bauwesen, im Verkehr oder in der Energieversorgung – muss künftig dem Klima- und Umweltschutz verpflichtet sein.
Wir stärken Projekte für erneuerbare Energien, stoppen den Flächenfraß und setzen uns für Biotopvernetzung und ökologisches Grünflächenmanagement ein.
Anpassung an den Klimawandel und saisonale Wetterphänomene umfasst vorausschauende Planungen beim Hochwasserschutz, aber auch Strategien gegen den Wassermangel. In Trockenperioden gilt es, mehr Wasser in der Fläche zu halten nach dem sogenannten Schwammstadtprinzip.
Unsere Städte brauchen deutlich mehr Grün. Das Pflanzen und der Erhalt von großkronigen Bäumen sind angesichts der wiederkehrenden Hitzewellen immens wichtig.
Auch die Landwirtschaft wollen wir partnerschaftlich beim Wandel unterstützen – für eine zukunftsfähige und faire Produktion.
Deshalb fordern wir einen klaren ökologischen Kurs für unsere Kommunen – verantwortungsvoll, wirksam, regional und generationengerecht:
- Klimaschutz als Leitprinzip: Klimaschutz muss Grundlage jeder kommunalen Entscheidung sein. Wir setzen uns für verbindliche kommunale Klimaschutzkonzepte, den Ausbau erneuerbarer Energien und klimaneutrale Wärmeversorgung ein. Unsere Städte müssen grüner werden durch Erhalt und Anpflanzung von Bäumen, um die Klimaresilienz unserer Kommunen zu stärken.
- Starke Bürgerenergie für eine gerechte Energiewende: Bürgerenergieprojekte sollen gezielt gefördert werden, damit die Energiewende vor Ort gelingt und allen zugutekommt. Bürgerinnen und Bürger sollen sich an erneuerbaren Energieanlagen wie Photovoltaik und Windkraft beteiligen können, gerade auch finanziell. Die Gewinne dürfen nicht nur in die Taschen weniger Investoren fließen, sondern sollen der lokalen Gemeinschaft zugutekommen. Dafür setzen wir uns auch für den Ausbau von Batteriespeichern und Elektrolyse-Technologien ein, um die Energie vor Ort effizient zu speichern und zu nutzen.
- Flächenverbrauch stoppen: Mit täglich 0,59 Hektar neu versiegelter Fläche liegt der Landkreis Ansbach seit vielen Jahren bayernweit an der Spitze – das wollen wir endlich beenden. Innenentwicklung muss Vorrang haben. Neue Gewerbegebiete dürfen nur mit klarer Flächensparstrategie und im Sinne des Anbindegebots genehmigt werden. Projekte wie „InterFranken“ auf der grünen Wiese sind Fehlentwicklungen und werden von uns abgelehnt. Schluss mit ungebremstem Flächenfraß, hin zu Nachverdichtung und innerörtlichem Bauen mit sinnvollen Leerstandskonzepten und entsprechenden Förderungen.
- Natur- und Artenschutz stärken: Wir setzen uns für vernetzte Biotope, ökologische Pflege kommunaler Flächen, Dach- und Fassadenbegrünung sowie hitzeresiliente Stadt- und Dorfplanungen ein.
- Waldumbau für Klimastabilität und Biodiversität: Unsere Wälder leiden massiv unter den Folgen des Klimawandels: Hitze, Stürme und Schädlinge setzen ihnen stark zu. Wir setzen uns deshalb für den konsequenten Waldumbau hin zu klimaresilienten, naturnahen Mischwäldern ein. Dafür braucht es verlässliche Fördermaßnahmen, praxisnahe Beratung und eine bessere Vernetzung unter Waldeigentümerinnen und Waldeigentümern. Die Umstellung von Monokulturen auf vielfältige, standortangepasste Wälder ist ein Generationenprojekt – wir wollen es aktiv gestalten und unterstützen. Wald ist nicht nur CO₂-Speicher, sondern auch Lebensraum, Wasserspeicher und Naherholungsort – ihn zu schützen ist Daseinsvorsorge.
- Gewässer schützen, Landschaften renaturieren: Auch unsere Flüsse, Bäche und Feuchtgebiete stehen unter Druck. Dauerhafte Trockenperioden und Starkregenereignisse erfordern ein Umdenken im Wasser- und Landschaftsmanagement. Wir setzen uns für die Renaturierung von Gewässern, den Rückhalt von Wasser in der Fläche und den Schutz von Auen und Mooren ein. Entsiegelung, Rückbau technischer Barrieren und naturnahe Gewässergestaltung sind zentrale Maßnahmen für mehr Klimaschutz und Artenvielfalt. Die Entwicklung klimafester, widerstandsfähiger Landschaften muss durch gezielte Förderprogramme und interkommunale Kooperationen vorangebracht werden – damit Natur- und Hochwasserschutz Hand in Hand gehen.
- Der Landkreis als Vorbild: Auf allen Liegenschaften und auf allen Schulen des Landkreises Ansbach sollen Photovoltaikanlagen installiert werden. Davon sind wir leider noch weit entfernt, aber wir kämpfen weiter dafür. Komplette Ausstattung mit LED-Beleuchtung und effizientes Energiemanagement in allen Liegenschaften gehören dazu.
Wir GRÜNE fordern entsprechend für den Landkreis Ansbach einen umweltschonenden Kurs: Klimaschutz als Leitprinzip, Stopp des Flächenfraßes, Stärkung von Natur- und Artenschutz, Förderung ökologischer Landwirtschaft sowie einen Landkreis, der seine Rolle als Vorbild mit erneuerbaren Energien und effizientem Energiemanagement annimmt.
Wirtschaft, Finanzen, Digitalisierung und Innovation: Nachhaltig wirtschaften – Zukunft schaffen
Eine starke Region lebt von einer nachhaltigen, zukunftsorientierten Wirtschaft. Wir fördern lokales Handwerk, ökologische Betriebe, Tourismus im Einklang mit der Natur und grüne Start-ups. Digitalisierung und Breitbandausbau sind dafür unverzichtbar.
Gleichzeitig setzen wir auf solide Finanzen: mit gezielter Nutzung von Fördermitteln, dem Abbau unnötiger Subventionen und einem klaren Fokus auf Bildung, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit.
Deshalb gestalten wir eine Wirtschaftspolitik, die ökologisch tragfähig, sozial gerecht und generationensichernd ist:
- Nachhaltige Wirtschaft fördern:
Wir stärken zukunftsfähige Branchen. Durch Unterstützung lokaler Handwerks- und Biobetriebe, Tourismusprojekte im Einklang mit Natur und mit dem Ausbau erneuerbarer Energien schaffen wir regionale Arbeitsplätze. Unsere Hochschulen im Landkreis sehen wir dabei als wichtige Innovationszentren und Inkubatoren – für Kooperationen mit der Wirtschaft, für praxisnahe Forschung und für die Förderung grüner Start-ups. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Qualifizierung junger Fachkräfte, beim Einsatz von KI-Modellen und der Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle. So wollen wir Abwanderung verhindern und die Innovationskraft in der Region stärken. Existenzgründer:innen im Umwelt- und Digitalbereich sollen mit Coaching und Gründerfonds gefördert werden. Investitionen in Glasfaser-Breitband gelten ebenso als Wirtschaftsförderung – sie ermöglichen Homeoffice und stärken die kommunale Infrastruktur. - Solide Finanzen:
Eine solide Haushaltsführung ist uns trotz der großen Herausforderungen wichtig. Die vom Freistaat und vom Bund für Klimaschutz und Infrastruktur zur Verfügung gestellten Fördermittel müssen effizient und gezielt gebündelt werden. Gleichzeitig wollen wir durch Vermeidung von Subventions- und Verwaltungsverschwendung sparen. Wo möglich, erzielen wir durch Energieeffizienz und Kooperationen Einsparungen, ohne dabei in den sozialen Sicherungssystemen oder beim Klimaschutz nachzulassen. - Digitale Verwaltung für alle – effizient, barrierefrei und bürgernah:
Wir wollen die Chancen der Digitalisierung konsequent für unsere Behörden nutzen. Digitale Anträge und Services bedeuten kurze Wege, mehr Effizienz und Zeitersparnis für Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für die Beschäftigten in den Ämtern. Durch gut gestaltete Online-Angebote wie zum Beispiel Sprachmodelle oder KI-Agenten schaffen wir Barrierefreiheit, damit alle Menschen – unabhängig von Mobilität oder besonderen Bedürfnissen – Verwaltungsleistungen nutzen können. Damit das gelingt, brauchen wir eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet im gesamten Landkreis. Nur wenn jede Gemeinde und jeder Ortsteil über leistungsfähige Netze verfügt, kann eine moderne, bürgerfreundliche digitale Verwaltung Realität werden. - Verantwortungsvoll und transparent:
Wir prüfen Verwaltungsstrukturen, Gebühren, Investitionen und Subventionen kritisch – mit dem Ziel, sozial gerecht, ökologisch wirksam sowie effizient und damit wirtschaftlich sinnvoll zu agieren. Die finanzielle Situation des Landkreises muss den Bürger:innen vollständig offenbart werden.
Eine nachhaltige und faire Wirtschaftspolitik ist unser GRÜNES Ziel: Förderung von Handwerk, Biobetrieben, grünen Start-ups und Digitalisierung, dazu solide Finanzen durch kluge Fördermittel-Nutzung und transparente Haushaltsführung. Kurz: Regionale Wirtschaft stärken, grün investieren und Finanzen verantwortungsvoll steuern.
Landwirtschaft im Landkreis Ansbach – regional, ökologisch und im Einklang mit der Natur
Unser Raum ist ländlich geprägt und Heimat zahlreicher landwirtschaftlicher Betriebe. Diese stehen jedoch vor großen Herausforderungen: Klimawandel, Preisdruck, Flächenknappheit und steigende Anforderungen an Umwelt- und Tierschutz verlangen nach einer klaren politischen Unterstützung.
Wir GRÜNE setzen uns für eine Landwirtschaft ein, die ökologisch wirtschaftet, die Biodiversität schützt und gleichzeitig eine faire Existenzgrundlage für Bäuerinnen und Landwirte bietet. Die Zukunft unserer Ernährung hängt auch davon ab, wie wir heute mit Boden, Wasser, Tieren und Menschen umgehen.
- Ökologische Landwirtschaft fördern:
Wir stärken ein regionales, pestizidfreies und tiergerechtes Agrarsystem. Landwirtinnen und Bauern sollen durch faire Preise, gezielte Beratung und kommunale Nachfrage gestützt werden. Lokale Verwertungsketten und ortsnahe Strukturen müssen klar Vorrang zu weit entfernten agrarindustriellen Komplexen haben. Wir wollen den Anteil an Biobetrieben im Landkreis deutlich erhöhen sowie Umsteigerinnen und Umsteiger gezielt mit Beratung und Fördermitteln unterstützen. Das ist auch ein großer Beitrag für den Klimaschutz, denn jeder „Bio-Hektar“ spart 1 Tonne CO₂ pro Jahr (Quelle: Klimabericht Staatsregierung 2025). - Regionale Wertschöpfung stärken:
Von der Erzeugung bis zur Vermarktung sollen Produkte möglichst in der Region verarbeitet und verkauft werden. Das stärkt lokale Kreisläufe und schafft Arbeitsplätze. - Faire Preise für faire Produktion:
Landwirtschaft muss sich lohnen – wir setzen uns für faire Erzeugerpreise und eine stärkere öffentliche Nachfrage (z. B. in Schulen, Kliniken, Kantinen) nach regionalen Produkten ein. - Bodenschutz und Klimaanpassung:
Gesunde Böden sind die Grundlage unserer Landwirtschaft. Wir unterstützen Maßnahmen zur Humusbildung, zum Wasserschutz, zur Klimaanpassung und zur Minimierung des Pestizideinsatzes. So kann z. B. Agroforstwirtschaft – also die Kombination von Land- und Forstwirtschaft – angesichts der zunehmenden Starkregenereignisse die Erosion stark reduzieren und wertvollen Boden erhalten. - Flächenkonkurrenz beenden:
Landwirtschaftliche Flächen dürfen nicht länger leichtfertig für Gewerbe- und Verkehrsprojekte geopfert werden. Wir fordern ein aktives Flächenmanagement im Sinne der Ernährungssicherung. - Agri-Photovoltaik fördern:
Agri-PV verbindet Landwirtschaft und Solarstromerzeugung auf derselben Fläche. So bleiben landwirtschaftliche Flächen erhalten und Landwirte erschließen sich zusätzliche Einkünfte. Teilverschattung unter den Solarmodulen kann zudem das Mikroklima verbessern und die Biodiversität fördern. Wir wollen Agri-PV im Landkreis Ansbach gezielt fördern – für eine nachhaltige Landwirtschaft und eine starke Energiewende im Einklang mit der Natur.
Unsere Vision ist klar: Eine Landwirtschaft, die nicht gegen, sondern mit der Natur arbeitet. Eine Landwirtschaft, die bäuerliche Familienbetriebe erhält sowie dem Landkreis eine gesunde und regionale Ernährung ermöglicht.
Fairer Handel
Globale Gerechtigkeit beginnt direkt vor unserer Haustür. Mit jedem Einkauf, jeder Ausschreibung und jeder Veranstaltung entscheiden wir, ob wir faire Arbeitsbedingungen und ökologische Standards fördern – oder ausbeuterische Strukturen zementieren.
Kommunen haben hier eine besondere Verantwortung und Vorbildfunktion. Öffentliche Einrichtungen können durch eine ökologische und sozial gerechte Beschaffung Zeichen setzen: für fair gehandelten Kaffee, nachhaltige Kleidung oder ethische IT-Produkte. Gleichzeitig wollen wir durch Bildungsarbeit und internationale Partnerschaften ein Bewusstsein für globale Zusammenhänge stärken.
- Fair-Trade-Landkreis ausbauen:
Die Auszeichnung als „Fairer Landkreis“ leistet einen aktiven Beitrag zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Region. Wir wollen den Landkreis Ansbach zu einem echten Fair-Trade-Landkreis machen und verstehen die erfolgte Zertifizierung als Ansporn und Herausforderung, in den Anstrengungen nicht nachzulassen. - Faire Beschaffung:
In öffentlichen Einrichtungen – von Bildungseinrichtungen über Krankenhäuser bis zur Verwaltung – sollen verstärkt fair gehandelte Produkte wie Kaffee, Tee, Kleidung oder Büromaterialien eingesetzt werden. - Bildung und Bewusstsein:
Wir fördern Informationskampagnen an Schulen, in Vereinen und bei öffentlichen Veranstaltungen zu den globalen Zusammenhängen von Konsum und Gerechtigkeit. - Partnerschaften stärken:
Der Landkreis soll faire kommunale Partnerschaften mit Gemeinden im Globalen Süden aufbauen und bestehende Kooperationsprojekte der Entwicklungszusammenarbeit vertiefen. Dies stärkt gegenseitiges Lernen und globale Solidarität.
Fair-Trade-Landkreis ausbauen, faire Beschaffung in öffentlichen Einrichtungen, Bewusstsein für globale Zusammenhänge stärken und internationale Partnerschaften fördern – das sind Ziele GRÜNER Politik im Landkreis Ansbach!
Tierschutz
Tiere verdienen Schutz, Respekt und eine artgerechte Haltung. Wir stellen uns gegen die industrielle Massentierhaltung und setzen uns für mehr Platz, Auslauf und tiergerechte Bedingungen in Ställen ein. Gleichzeitig stärken wir mit Beratung, Förderung und fairer Abnahme Landwirt:innen, die diesen Weg bereits gehen.
Auch in der Lebensmittelversorgung öffentlicher Einrichtungen muss Tierwohl Maßstab sein. Schlachtungen müssen unter höchsten ethischen Standards erfolgen: regional, kontrolliert und möglichst stressfrei.
Deshalb machen wir den Tierschutz zu einem festen Bestandteil kommunaler Verantwortung – vom Stall bis zur Kantine:
- Tierwohl verbessern:
Wir fördern artgerechte Tierhaltung und lehnen Massentierhaltung klar ab. Der Landkreis soll tierfreundliche Betriebe bei Investitionen unterstützen und mit gutem Beispiel vorangehen. - Schonender Umgang mit Tieren:
Schlachtungen müssen unter strengen Kontrollen, regional und möglichst stressfrei erfolgen. Skandale wie in Wassertrüdingen 2025 dürfen sich nicht wiederholen. Mit Fachveranstaltungen und Forderungen an Politik und Branche bleiben wir tatkräftig an diesen Themen dran. - Vorbildfunktion der Kommunen:
Kantinen, Schulen und öffentliche Einrichtungen sollen nur noch Produkte aus artgerechter, möglichst regionaler Haltung anbieten.
Unsere Forderungen sind: konsequenter Tierschutz statt Massentierhaltung, artgerechte Haltung fördern, stressfreie regionale Schlachtungen sichern und Kommunen als Vorbild bei tierwohlgerechter Verpflegung in öffentlichen Einrichtungen.
Abfall- und Kreislaufwirtschaft
Ressourcen sind endlich – und unser Umgang mit Abfall entscheidet darüber, wie nachhaltig wir wirtschaften. Müllvermeidung, Wiederverwendung und Recycling müssen Vorrang vor Verbrennung oder Deponierung haben. Jeder vermiedene Kaffeebecher, jedes reparierte Gerät zählt.
Deshalb unterstützen wir Projekte wie Repair-Cafés, Mehrwegsysteme und Bildungsinitiativen zur Abfallvermeidung. Gleichzeitig fordern wir klare politische Rahmenbedingungen für eine echte Kreislaufwirtschaft auf Landkreisebene.
Wir setzen auf ein Abfallkonzept, das nicht Müll verwaltet, sondern Ressourcen schützt – intelligent, zukunftsorientiert und sparsam.
- Vermeidung vor Entsorgung:
Abfallvermeidung ist aktiver Klima- und Ressourcenschutz. Ein Kilogramm Müll weniger pro Person spart 184 Tonnen im Landkreis – jährlich. Statt immer mehr Abfall müssen wir Müllvermeidung fördern und Recycling vorantreiben. Das ist gelebter Umweltschutz und schont dabei die Geldbeutel unserer Kreisbürger:innen. - Müllgebühren reduzieren trotz steigender Entsorgungskosten:
Im größten Landkreis Bayerns ist die Einsammlung des Mülls besonders kostenintensiv. Durch Umstellung auf eine vierwöchige Leerung der Restmülltonnen können die Müllgebühren gesenkt werden. Ausnahmen für Haushalte mit größerem Restmüllaufkommen (z. B. Familien und Menschen mit erhöhtem Pflegebedarf) sind vorzusehen und gut umsetzbar. - Reparieren statt Wegwerfen:
Wir fördern Reparaturcafés, Tauschbörsen und Pfandsysteme und entlasten damit die Deponien. Die Mitarbeiter:innen der Abfallwirtschaft wollen wir mit ausreichenden Mitteln unterstützen, damit sie konsequent Recycling und Kompostierung vorantreiben. - Bildung und Anreize:
Informationskampagnen und Schulungen zum Thema Müllvermeidung müssen Unterstützung finden. Aufklärung und finanzielle Anreize für Mehrwegsysteme und nachhaltige Verpackungen gehören zu unserer Agenda.
GRÜN im Landkreis Ansbach steht für eine echte Kreislaufwirtschaft statt Müllverwaltung: Abfallvermeidung, Recycling und Reparatur fördern, Müllgebühren senken, Mehrwegsysteme ausbauen und Bildung für nachhaltigen Konsum stärken.
Sicher in Krankheit, Pflege und im Notfall
Gesundheit ist keine Ware – sondern ein Menschenrecht. Gerade im ländlichen Raum müssen wohnortnahe Kliniken, Hausarztpraxen und Pflegeeinrichtungen gesichert und gestärkt werden.
Wir stehen klar zum Erhalt der Krankenhäuser in Ansbach, Dinkelsbühl und Rothenburg – auch wenn das Geld kostet. Gleichzeitig setzen wir auf eine bessere Vernetzung von ambulanter und stationärer Versorgung, Pflegeberatung und präventive Angebote.
Gute Pflege braucht vor allem eines: Zeit, Personal und Wertschätzung – auch finanziell. Deshalb stärken wir eine solidarische Gesundheits- und Pflegestruktur, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt – nicht den Betriebsgewinn.
- Krankenhäuser erhalten:
Eine wohnortnahe ärztliche Versorgung ist uns Herzensangelegenheit. Wir GRÜNE stehen zu den Krankenhäusern Dinkelsbühl und Rothenburg. Wir setzen uns für deren weitestgehenden Erhalt ein und akzeptieren, dass Gesundheitsversorgung kosten darf – Wirtschaftlichkeit darf nicht über allem stehen. - Ärztliche Versorgung sichern:
Um die Grundversorgung zu sichern, muss die enge Zusammenarbeit mit Hausärzt:innen, Fachärzt:innen und Apotheken erfolgen. Praxisnachfolgen müssen durch Anwerbung junger Ärzt:innen ins ländliche Gebiet unterstützt werden. Ein regelmäßiger runder Tisch mit Ärzt:innen und Krankenhausleitung auf Landkreisebene kann zu einer koordinierten Planung aller Angebote beitragen. - Pflege zukunftsfest machen:
Unsere Senior:innen sollen selbstbestimmt alt werden können. Wir treten für den Erhalt und Ausbau der kreiseigenen Seniorenheime in Feuchtwangen und Wassertrüdingen sowie die Förderung von barrierefreiem Wohnraum ein. Parallel gilt es, die ambulante Pflege und Tagespflegeangebote zu stärken. Pflegende Angehörige müssen noch stärker mit Beratungsangeboten und finanziellen Hilfen unterstützt werden. Dem demografischen Wandel begegnen wir mit modernen Pflegekonzepten, die auch Demenzkranke und steigenden Pflegebedarf berücksichtigen. Im Seniorenhilfeausschuss haben wir engmaschig am seniorenpolitischen Gesamtkonzept mitgearbeitet und unter anderem die Einstellung eines Pflegeberaters auf der Landkreisebene vorangetrieben. Grundsätzlich setzen wir uns für die Anwerbung von Mitarbeitern zur Unterstützung und Pflege unserer Seniorinnen und Senioren ein, da wir verstehen, dass es ohne unsere ausländischen Fachkräfte in der Pflege schlecht aussehen würde.
Wir GRÜNE fordern eine solidarische Gesundheits- und Pflegeversorgung im ländlichen Raum: Kliniken erhalten, ärztliche Grundversorgung sichern, Pflegeheime und ambulante Angebote ausbauen sowie Personal besser unterstützen und wertschätzen.
Familie, Bildung und Jugend
Gute Bildung beginnt in der Kita und endet nicht mit dem Schulabschluss. Kinder und Jugendliche verdienen moderne Lernumgebungen, kreative Fördermöglichkeiten und echte Teilhabe – unabhängig von Herkunft oder Wohnort.
Familien brauchen Verlässlichkeit: bezahlbare Betreuung, flexible Angebote und Unterstützung auch in schwierigen Lebenslagen. Im ländlichen Raum wollen wir Jugendräume schaffen, Beteiligung fördern und Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene stärken.
Deshalb setzen wir uns für ein chancengerechtes Aufwachsen aller Kinder und Jugendlichen im Landkreis ein – vielfältig, unterstützend und zukunftsgewandt:
- Gerechte Bildungschancen:
Alle Kinder – unabhängig von Wohnort und Herkunft – verdienen gute Lernbedingungen. Wir kämpfen für gleichwertige Bildung in allen Gemeinden – mit modernen, gut ausgestatteten Schulgebäuden und digitalen Lehrmitteln. Ganztagsangebote und attraktive Betreuungszeiten erleichtern berufstätigen Eltern den Alltag. Durch kooperative Sport-, Kunst- und Naturprojekte wollen wir Lernen spannend und schüler:innenfreundlich machen. - Familienfreundlichkeit ausbauen:
Familienfreundliche Strukturen sind zukunftsentscheidend. Wir setzen uns für mehr Kinderbetreuungsplätze (Kindergärten, Krippen, Tagespflegeeinrichtungen) und flexible Öffnungszeiten ein. Kommunale Veranstaltungen werden familiengerecht gestaltet. Auch Alleinerziehende und Niedriglohnfamilien unterstützen wir gezielt (z. B. durch ermäßigte Freizeitangebote oder Wohnbeihilfen), damit alle Kinder unabhängig vom Einkommen gesund und gut integriert aufwachsen können. - Jugend stärken:
Die Bedürfnisse junger Menschen stehen im Mittelpunkt. Gerade im ländlichen Raum fördern wir Jugendtreffs, Jugendparlamente und kulturelle Angebote vor Ort. Es soll Anlaufstellen für alle Jugendlichen geben – inklusive Beratung für LGBTIQ*-Jugendliche. Gleiche Bildungschancen und eine gute Schulsozialarbeit sind für uns selbstverständlich. Soziale Jugendprojekte (Sportvereine, Jugendzentren) werden von uns unterstützt.
Unsere Forderungen sind: faire Bildungschancen und starke Unterstützung für Familien, moderne Schulen, flexible Betreuung, familienfreundliche Strukturen und mehr Beteiligung sowie Angebote für junge Menschen im ländlichen Raum.
Soziale Teilhabe, Inklusion und Integration
Eine solidarische Gesellschaft erkennt den Wert jedes Menschen an – unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht oder Behinderung. Sozialpolitik muss vor allem Teilhabe ermöglichen: mit bezahlbarem Nahverkehr, kulturellem Zugang und Unterstützungsleistungen für Menschen mit wenig Einkommen.
Integration gelingt durch Austausch, Bildung und gegenseitiges Vertrauen. Auch ältere und pflegebedürftige Menschen sollen aktiv und selbstbestimmt leben können – mit barrierefreien Angeboten, Wohnprojekten und Nachbarschaftshilfe.
Deshalb gestalten wir eine soziale Infrastruktur, die niemanden zurücklässt – und in der Vielfalt als Stärke zählt:
- Sozialpolitik mit Herz und Verstand:
Wir GRÜNE betreiben eine glaubwürdige Sozialpolitik, die Teilhabe ermöglicht und Armut bekämpft. Sozialtarife und Zuschüsse sichern, dass der ÖPNV, Kindergarten und kulturelle Angebote für alle bezahlbar bleiben. Niedrige Einkommen müssen durch bedarfsorientierte Zuschüsse und Bildungsförderung (Nachhilfe, Mittagessen) geschützt werden. Niemand darf durchs Raster fallen. - Integration fördern:
Für eine gute Nachbarschaft fördern wir Austausch und Begegnung. Wir fordern auf allen Ebenen mehr Sprach- und Integrationskurse für Zugewanderte ein. Das ist der Schlüssel für eine gute Integration. Ein Platz in einem Sprachkurs ist aber im Landkreis und darüber hinaus nur mit viel Glück zu ergattern. Wir pflegen das Miteinander mit Bürger:innen, die schon lange hier leben. Die Gleichstellung aller Menschen, unabhängig von Herkunft oder Geschlecht, ist für uns eine Selbstverständlichkeit. - Inklusion leben:
Personen mit Beeinträchtigungen sowie ältere Mitbürger:innen müssen aktiv am Leben teilnehmen können. Wir treten für barrierefreie Begegnungsstätten, generationsübergreifende Wohnprojekte und digitale Unterstützung für Senior:innen ein. Die Pflege muss durch gut bezahltes Fachpersonal, aber auch durch die Förderung von Freiwilligendiensten in der Altenhilfe gestärkt werden. Der Anspruch „Zu Hause leben, so lange wie möglich“ kann nur mit Ausbau ambulanter Dienste und Nachbarschaftshilfe gestärkt werden. Sozialräume (Seniorenbeiräte, Mehrgenerationenhäuser) gilt es zu fördern.
Sozialpolitik für Partizipation, Integration und Inklusion – niemand darf zurückgelassen werden, das ist unser Ziel. Deshalb brauchen wir: eine soziale Infrastruktur für Teilhabe und Vielfalt, einen erschwinglichen ÖPNV sowie bezahlbare Kultur. Integration durch Förderung, Sprache und Begegnung.
Verkehr und Mobilität: Klimafreundlich unterwegs – verlässlich, bezahlbar und ÖPNV für alle
Mobilität ist ein Grundrecht – aber sie muss klimafreundlich, barrierefrei und für alle bezahlbar sein. Im ländlichen Raum setzen wir auf einen starken ÖPNV, bessere Taktung, neue Bahnverbindungen und Erweiterung von kommunalen Ladesäulen (für das E-Auto und E-Bike).
Straßenneubauten dürfen nicht länger Vorrang vor dem Erhalt bestehender Netze haben. Fuß- und Radwege brauchen Sicherheit, Lückenlosigkeit und moderne Infrastruktur – auch an Bahnhöfen. Wir denken Mobilität ganzheitlich – und generationsübergreifend.
Deshalb gestalten wir eine Mobilitätswende, die verbindet statt zerschneidet:
- Öffentlicher Nahverkehr:
In unserem ausgedehnten Landkreis muss Mobilität für alle gewährleistet sein. Wir arbeiten unermüdlich für den Erhalt des öffentlichen Verkehrs und dessen bedarfsorientierten Ausbau. Die enorm gestiegenen Kosten für den Busverkehr dürfen nicht zu einer Rasenmäherpolitik führen, bei der pauschal gestrichen wird. Mit detaillierten Forderungen setzen wir uns für einen attraktiven ÖPNV ein. - Rufbusse ausbauen:
Anrufen – Einsteigen – Mitfahren: Gerade im ländlichen Raum kann ein flächendeckendes Rufbusangebot die Mobilitätslücken schließen, die reguläre Linienverkehre nicht abdecken. Wir setzen uns für ein intelligentes Rufbuskonzept ein, bei dem Fahrten telefonisch oder online vorab gebucht werden können und bestehende Fahrkarten (z. B. Deutschlandticket, Schülertickets) gelten. Durch den bedarfsgesteuerten Einsatz kleiner Fahrzeuge entstehen flexible Verbindungen, insbesondere in Randzeiten, am Wochenende oder in weniger einwohnerstarken Ortsteilen – effizient, wirtschaftlich und klimafreundlich. Ziel ist ein integriertes Rufbusnetz, das bestehende Bus- und Bahnverbindungen sinnvoll ergänzt und echte Alternativen zum privaten Auto bietet. - Verbesserung S-Bahn und Regionalzug:
Für die erfolgreiche Verlängerung der S-Bahn nach Crailsheim haben wir jahrelang gekämpft. Die Detailanpassungen des Fahrplans in den Morgen- und Abendstunden sind eine klare Forderung, damit die Schüler rechtzeitig in Ansbach ihre Schule erreichen. Der Regionalzug Nürnberg–Stuttgart ist meist überfüllt. Hier setzen wir uns gegenüber der Bayerischen Eisenbahngesellschaft für eine Bestellung eines stündlichen Taktes ein, da die Nachfrage durch das Deutschlandticket stark gestiegen ist. Die Reaktivierung der Strecke Dombühl–Nördlingen steht bei uns ganz oben auf der Prioritätenliste, denn sie wird eine deutliche Verbesserung des ÖPNV im westlichen Landkreis bringen. - Straßenerhalt statt Neubau:
Erhalt geht vor Neubau – unser ca. 600 km langes Kreisstraßennetz pflegen wir vorrangig. Überflüssige neue Umgehungsstraßen oder Ortsumfahrungen lehnen wir ab. Bei erforderlichen Reparaturen setzen wir auf langlebige Bauweisen, statt immer neue Ausgaben zu produzieren. Den Ausbau der A6 begleiten wir kritisch: Mobilität der Zukunft muss Lärm vermeiden und umweltverträglicher werden. - Rad- und Fußwege:
Wir treten für ein flächendeckendes, sicheres Rad- und Fußwegenetz ein. Davon sind wir noch weit entfernt. Der Lückenschluss von überörtlichen Rad- und Fußwegen insbesondere entlang der Kreisstraßen ist vorrangig umzusetzen. In allen Orten sollen an den wichtigen Busstationen und an allen Bahnhöfen gute und ausreichende Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zur Verfügung stehen. Zukünftige Mobilität denken wir generationsübergreifend: Barrierefreier ÖPNV muss der angestrebte Standard sein.
Kurz gesagt wollen wir eine klimafreundliche, barrierefreie und bezahlbare Mobilitätswende, einen starken ÖPNV mit besseren Zugverbindungen, Straßenerhalt statt Neubau sowie sichere Rad- und Fußwege.
Kommunale Finanzen: Nachhaltig, transparent, sozial verantwortlich
Nachhaltige Finanzpolitik ist die Grundlage für eine zukunftsfähige Kommune. Wir GRÜNE stehen für eine verantwortungsbewusste Haushaltsführung, die ökologische und soziale Ziele gleichermaßen berücksichtigt und den Landkreis Ansbach langfristig handlungsfähig hält.
- Solide Haushaltsführung mit Weitblick:
Unsere finanzielle Verantwortung endet nicht beim nächsten Haushalt, sondern reicht in die kommenden Generationen. Deshalb setzen wir auf langfristige Planung, weniger neue Schulden und die konsequente Nutzung von Fördermitteln aus Bund und Land. Unser Steuergeld muss gezielt für nachhaltige Investitionen verfügbar gemacht werden: etwa in Klimaschutz, Bildung, soziale und digitale Infrastruktur. Einsparpotenziale wollen wir durch mehr Effizienz, Ersparnisse im Energieverbrauch und Kooperationsunterstützung zwischen Kommunen heben. - Transparente Darstellung der Finanzen:
Über den Onlineauftritt und sogenannte Dashboards können die Finanzdaten übersichtlich dargestellt und für ihre jeweiligen Verwendungszwecke verfügbar gemacht werden. Dies fördert das demokratische Verständnis, da alle Menschen ohne größere Hürden auf diese Informationen zugreifen können – mit Ausnahme von Daten, die dem Datenschutz unterliegen oder personenbezogen sind. - Nachhaltige Investitionen für den Landkreis:
Investitionen in den Klimaschutz, den Ausbau erneuerbarer Energien, die digitale Infrastruktur und nachhaltige Mobilität sind für uns keine Kosten, sondern zukunftsweisende Investitionen. Wir fördern innovative Projekte, die ökologischen Nutzen mit wirtschaftlicher Effizienz verbinden und so langfristig Kosten senken.
Schlusswort
Wir GRÜNE treten bei der Kreistagswahl 2026 mit einer klaren Botschaft an:
Wir sind bereit, Verantwortung für unsere Heimat zu übernehmen.
Für echten Klimaschutz statt leerer Versprechen.
Für lebendige Demokratie statt rechter Hetze.
Für soziale Gerechtigkeit statt kalter Kürzungspolitik.
Wir kämpfen für den Erhalt unserer Krankenhäuser, den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, bezahlbare Pflege und faire Bildungschancen für jedes Kind – egal ob in Stadt oder Dorf. Wir stoppen den Flächenfraß und fördern regionale Landwirtschaft.
Unser Landkreis braucht Mut zur Veränderung – und den politischen Willen, über den Tellerrand hinauszuschauen. Ob durch faire kommunale Beschaffung, ökologisches Wirtschaften oder eine gelebte Mitmach-Demokratie: Wir zeigen, dass es auch anders geht – gerechter, nachhaltiger, zukunftsfester.
Wir machen Politik mit Haltung, Herz und Verstand – für Sie, für Euch. Für einen Landkreis Ansbach, der für alle da ist: ökologisch, sozial, demokratisch.
Jetzt ist die Zeit für eine Politik, die zusammenführt statt spaltet.
Jetzt ist die Zeit für GRÜN.